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	<title>Kommentare zu Sozialliberal</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem dritten Weg</description>
	<pubDate>Fri, 16 May 2008 10:23:24 +0000</pubDate>
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		<title>Kommentare von Jochen Hoff zu Die Terrordebatte, die Verdrängung von Problemen und die moralische Schwäche des Westens</title>
		<link>http://sozialliberal.wordpress.com/2008/03/28/die-terrordebatte-die-verdrangung-von-problemen-und-die-moralische-schwache-des-westens/#comment-252</link>
		<dc:creator>Jochen Hoff</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 16:26:59 +0000</pubDate>
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		<description>Zum einen können wir uns kaum auf unsere Traditionen besinnen, weil wir dann immer wieder über unsere Geschichte fallen, die wir nie aufgearbeitet haben. Der Begriff nationales Selbstbewusstsein ist praktisch nicht mit brauchbarem Inhalt zu füllen. Außer dem Inhalt den keiner will. Deshalb haben wir uns ein kopierendes Verhalten angewöhnt, als eine Art Mimikry. Wir verhallten uns wie USA weil die USA die Guten sind. 

Natürlich gefällt uns das der Verhalten der USA nicht, wie uns auch vieles am Verhalten von Israel nicht gefällt. Bei Israel schämen wir uns zu recht  für unsere  Vergangenheit und zum anderen macht Israel das gleiche Mimikry wie wir auch, wenn auch in etwas anderer und agressiverer Form. 

Deshalb haben wir ja keine eigenständige Politik sondern Nachahmung. Da Nachahmung oft übertreibt haben wir viel Übertreibung die dann noch mit preussischer Gründlichkeit durchgezogen wird. Kaum Luft für Demokratie. 

Am schlimmsten verrannt haben wir uns allerdings bei der muslimischen Gefahr. Die Argumentation des inneren bösen Feindes kennen wir schon viel zu lange. Der Holocaust war eine der Folgen. Diesmal kopieren wir aber die vermeintlich Guten, nämlich die USA und glauben denen zu  helfen,  denen wir soviel angetan haben, nämlich Israel. Natürlich ist das verrückt, aber es engt unsere Möglichkeiten sehr weit ein. 

Wir sind Spielball und die Islamophoben werden zudem noch kräftig von ihren Führern veralbert. (Vorsicht langer Text):

http://www.duckhome.de/tb/archives/2270-Islamophobie,-das-Margarineproblem-und-der-eifrige-Feuerwehrmann.html

In diesem Spannungsfeld treffen dann noch die evangelikalen Fundamentalisten mit ihrem Endzeitglauben, auf eine mehrheitlich atheistische Intelligenz. Redneck gegen Harvard. Ein Konflikt der, der Dummheit der verführten Massen zum Sieg verhilft. Es ist einfach zu praktisch so viele opferbereite Lämmer zu haben. 

In Deutschland sind wir aber gar nicht so opferbereit. Die Mehrheit will sich und ihre Kinder nicht opfern. Das ist der einzige Punkt der uns retten könnte. Nicht weil wir so schlau sind sondern weil wir nicht nutzlos sterben wollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum einen können wir uns kaum auf unsere Traditionen besinnen, weil wir dann immer wieder über unsere Geschichte fallen, die wir nie aufgearbeitet haben. Der Begriff nationales Selbstbewusstsein ist praktisch nicht mit brauchbarem Inhalt zu füllen. Außer dem Inhalt den keiner will. Deshalb haben wir uns ein kopierendes Verhalten angewöhnt, als eine Art Mimikry. Wir verhallten uns wie USA weil die USA die Guten sind. </p>
<p>Natürlich gefällt uns das der Verhalten der USA nicht, wie uns auch vieles am Verhalten von Israel nicht gefällt. Bei Israel schämen wir uns zu recht  für unsere  Vergangenheit und zum anderen macht Israel das gleiche Mimikry wie wir auch, wenn auch in etwas anderer und agressiverer Form. </p>
<p>Deshalb haben wir ja keine eigenständige Politik sondern Nachahmung. Da Nachahmung oft übertreibt haben wir viel Übertreibung die dann noch mit preussischer Gründlichkeit durchgezogen wird. Kaum Luft für Demokratie. </p>
<p>Am schlimmsten verrannt haben wir uns allerdings bei der muslimischen Gefahr. Die Argumentation des inneren bösen Feindes kennen wir schon viel zu lange. Der Holocaust war eine der Folgen. Diesmal kopieren wir aber die vermeintlich Guten, nämlich die USA und glauben denen zu  helfen,  denen wir soviel angetan haben, nämlich Israel. Natürlich ist das verrückt, aber es engt unsere Möglichkeiten sehr weit ein. </p>
<p>Wir sind Spielball und die Islamophoben werden zudem noch kräftig von ihren Führern veralbert. (Vorsicht langer Text):</p>
<p><a href="http://www.duckhome.de/tb/archives/2270-Islamophobie,-das-Margarineproblem-und-der-eifrige-Feuerwehrmann.html" rel="nofollow">http://www.duckhome.de/tb/archives/2270-Islamophobie,-das-Margarineproblem-und-der-eifrige-Feuerwehrmann.html</a></p>
<p>In diesem Spannungsfeld treffen dann noch die evangelikalen Fundamentalisten mit ihrem Endzeitglauben, auf eine mehrheitlich atheistische Intelligenz. Redneck gegen Harvard. Ein Konflikt der, der Dummheit der verführten Massen zum Sieg verhilft. Es ist einfach zu praktisch so viele opferbereite Lämmer zu haben. </p>
<p>In Deutschland sind wir aber gar nicht so opferbereit. Die Mehrheit will sich und ihre Kinder nicht opfern. Das ist der einzige Punkt der uns retten könnte. Nicht weil wir so schlau sind sondern weil wir nicht nutzlos sterben wollen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Perspektive2010 zu Von Machtdifferenzen, Freiheit und Mindestlohn</title>
		<link>http://sozialliberal.wordpress.com/2008/02/15/von-machtdifferenzen-freiheit-und-mindestlohn/#comment-251</link>
		<dc:creator>Perspektive2010</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 13:14:45 +0000</pubDate>
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		<description>So ein Unsinn! Der Staat macht die Armen arm, weil die Reichen sich von ihrer sozialen Verantwortung verabschiedet haben und deutschen Arbeitnehmern die Pistole mit Sprüchen wie "3,50 Euro / h oder wir gehen nach China!" auf die Brust setzen. Dieses üblich neoliberale, staatsfeindliche Geschwafel ist ebenso falsch wie altbacken. Extremes Beispiel: Welche Polizei sollte sonst Leute wie Dich, lydia4krasnic, retten, wenn ein paar Leute meinen, Spass an Deiner Vergewaltigung haben zu wollen? Und so wie Du aus einer Vergewaltigungssituation heraus gerettet werden will, so haben alle Menschen den Wunsch, in existenziell bedrohlichen Situationen abgesichert zu sein. Vielleicht solltest Du mal Deinen Kopf für mehr als die Frisur benutzen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So ein Unsinn! Der Staat macht die Armen arm, weil die Reichen sich von ihrer sozialen Verantwortung verabschiedet haben und deutschen Arbeitnehmern die Pistole mit Sprüchen wie &#8220;3,50 Euro / h oder wir gehen nach China!&#8221; auf die Brust setzen. Dieses üblich neoliberale, staatsfeindliche Geschwafel ist ebenso falsch wie altbacken. Extremes Beispiel: Welche Polizei sollte sonst Leute wie Dich, lydia4krasnic, retten, wenn ein paar Leute meinen, Spass an Deiner Vergewaltigung haben zu wollen? Und so wie Du aus einer Vergewaltigungssituation heraus gerettet werden will, so haben alle Menschen den Wunsch, in existenziell bedrohlichen Situationen abgesichert zu sein. Vielleicht solltest Du mal Deinen Kopf für mehr als die Frisur benutzen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von lydia4krasnic zu Von Machtdifferenzen, Freiheit und Mindestlohn</title>
		<link>http://sozialliberal.wordpress.com/2008/02/15/von-machtdifferenzen-freiheit-und-mindestlohn/#comment-248</link>
		<dc:creator>lydia4krasnic</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 18:12:09 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist der Staat, der die Armen arm macht!



http://www.fee.org/pdf/the-freeman/0712Johnson.pdf

http://www.gkpn.de/blankert.pdf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der Staat, der die Armen arm macht!</p>
<p><a href="http://www.fee.org/pdf/the-freeman/0712Johnson.pdf" rel="nofollow">http://www.fee.org/pdf/the-freeman/0712Johnson.pdf</a></p>
<p><a href="http://www.gkpn.de/blankert.pdf" rel="nofollow">http://www.gkpn.de/blankert.pdf</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Karl zu Von Machtdifferenzen, Freiheit und Mindestlohn</title>
		<link>http://sozialliberal.wordpress.com/2008/02/15/von-machtdifferenzen-freiheit-und-mindestlohn/#comment-247</link>
		<dc:creator>Karl</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 10:42:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialliberal.wordpress.com/?p=97#comment-247</guid>
		<description>Eine hervorragende Beschreibung der aktuellen Lage. Allerdings sehe ich nicht, daß dazu unbedingt neue Ansätze notwendig sind. 

Notwendig ist vielmehr eine konsequente Umsetzung neoliberaler Ansätze, die inzwischen schon bald 100 Jahre alt sind. Dabei meine ich mit neoliberal sicher nicht die linke Kampfparole, sondern die ursprüngliche Bedeutung des Wortes.

&lt;blockquote&gt;Im September 1932 umriss Alexander Rüstow auf einer Tagung des Vereins für Socialpolitik das neue liberale Credo: „Der neue Liberalismus jedenfalls, der heute vertretbar ist, und den ich mit meinen Freunden vertrete, fordert einen starken Staat, einen Staat oberhalb der Wirtschaft, oberhalb der Interessenten, da, wo er hingehört. Und mit diesem Bekenntnis zum starken Staat im Interesse liberaler Wirtschaftspolitik und zu liberaler Wirtschaftspolitik im Interesse eines starken Staates – denn das bedingt sich gegenseitig, mit diesem Bekenntnis lassen Sie mich schließen.“&lt;/blockquote&gt;
Aus Wikipedia

Hier noch ein Interview mit diesem außerordentlich klugen Kopf:
http://www.trend-zeitschrift.de/trend100/10008.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine hervorragende Beschreibung der aktuellen Lage. Allerdings sehe ich nicht, daß dazu unbedingt neue Ansätze notwendig sind. </p>
<p>Notwendig ist vielmehr eine konsequente Umsetzung neoliberaler Ansätze, die inzwischen schon bald 100 Jahre alt sind. Dabei meine ich mit neoliberal sicher nicht die linke Kampfparole, sondern die ursprüngliche Bedeutung des Wortes.</p>
<blockquote><p>Im September 1932 umriss Alexander Rüstow auf einer Tagung des Vereins für Socialpolitik das neue liberale Credo: „Der neue Liberalismus jedenfalls, der heute vertretbar ist, und den ich mit meinen Freunden vertrete, fordert einen starken Staat, einen Staat oberhalb der Wirtschaft, oberhalb der Interessenten, da, wo er hingehört. Und mit diesem Bekenntnis zum starken Staat im Interesse liberaler Wirtschaftspolitik und zu liberaler Wirtschaftspolitik im Interesse eines starken Staates – denn das bedingt sich gegenseitig, mit diesem Bekenntnis lassen Sie mich schließen.“</p></blockquote>
<p>Aus Wikipedia</p>
<p>Hier noch ein Interview mit diesem außerordentlich klugen Kopf:<br />
<a href="http://www.trend-zeitschrift.de/trend100/10008.html" rel="nofollow">http://www.trend-zeitschrift.de/trend100/10008.html</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von DDH zu Humarkt – Auf der Suche nach einer nachhaltigen und menschlicheren Wirtschaftsordnung</title>
		<link>http://sozialliberal.wordpress.com/2008/02/06/humarkt-%e2%80%93-auf-der-suche-nach-einer-nachhaltigen-und-menschlicheren-wirtschaftsordnung/#comment-246</link>
		<dc:creator>DDH</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 19:27:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialliberal.wordpress.com/?p=95#comment-246</guid>
		<description>&lt;a href="http://www.paxx.tv/?p=223" rel="nofollow"&gt;Was ist Kapitalismus?&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.paxx.tv/?p=223" rel="nofollow">Was ist Kapitalismus?</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von DDH zu Von der Kurzsichtigkeit der Mächtigen, von Ausgrenzung und von der Notwendigkeit des Dialogs</title>
		<link>http://sozialliberal.wordpress.com/2007/05/07/von-der-kurzsichtigkeit-der-machtigen-von-ausgrenzung-und-von-der-notwendigkeit-des-dialogs/#comment-192</link>
		<dc:creator>DDH</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 18:03:11 +0000</pubDate>
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		<description>Aus Stefan Blankertz, “Die Therapie der Gesellschaft”:

157.

Opfer oder Täter? – Manche Liberale meinen, die „Besserverdienenden“ bräuchten Schutz vor der Ausbeutung durch den Umverteilungsstaat. Es gibt dagegen soziologisch gesehen keinen Zweifel, daß die Mächtigen im Staat darum „mächtig“ heißen, weil sie es vermögen, einen großen Anteil an den finanziellen und politischen Ressourcen des Landes auf sich zu vereinigen. Egal, wie die Mächtigen z.B. den Spitzensteuersatz gestalten, sie werden in der Endabrechnung ihren Schnitt machen. Naiv wäre es, etwas anderes anzunehmen. Wer sollte glauben, daß man dadurch reich und mächtig wird, indem man alles, was man hat, freizügig weggibt?

158.

Cry for me, Argentinia. – Nein, die Opfer des Sozialstaates sind nicht die vielzitierten Besserverdienenden. Geschichtlich gesehen haben die Besserverdienenden den Sozialstaat geschaffen, und heute verteidigen sie ihn, aus einem ganz einfachen Grund: Der Sozialstaat ist ein Instrument der herrschenden Klasse, um sich auf Kosten der weniger einflußreichen Mitmenschen zu bereichern und gleichzeitig das Mäntelchen der Nächstenliebe umzuhängen.

Die Besserverdienenden haben öffentliche Schulen eingerichtet, um die Ausbildung ihrer Kinder von den weniger Bemittelten via Steuern finanzieren zu lassen; haben Zwangsversicherungen eingeführt, um ihre höheren Ansprüche von den Bescheideneren absichern zu lassen; haben Sozialhilfe eingeführt, um ein Heer von Wohlfahrtsbürokraten zu schaffen, die loyale Wähler sind.

Die Besserverdienenden streiten für Subventionen, um sich selbst gegen Marktrisiken abzuschotten; propagieren „Resozialisierung bzw. Psychiatrisierung anstatt Strafe“, um Arbeitsplätze für Psychologen zu schaffen; polemisieren gegen die Privatisierung der Polizei, um nicht für ihre eigenen erhöhten Sicherheitsinteressen aufkommen zu müssen.

Für jede einzelne Maßnahme des Sozialstaates läßt sich angeben, wer in Wahrheit der Nutznießer ist. Die Opfer sind die Enteigneten, die Entmündigten, die Schwachen, die Übervorteilten, die Armen und die Menschen, die mit Zukunftsideen auf eine offene, veränderbare Gesellschaft hoffen.

159.

Empirie des Spätetatismus. – Für alle Interventionen des Staates ist schon gezeigt worden, wie sie objektiv antisozial wirken.
Angebliche Mieterschutzgesetze z.B. schaffen Wohnraumknappheit gerade für die Schwachen. Diese Beobachtung hat Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Sozialisten Ludwig von Mises einen radikalen Liberalen gemacht.
Privilegierung von Berufsgruppen wie Ärzten schützt nicht vor Scharlatanen, sondern hilft, überdurchschnittliche Einkommen gegen die Markttendenz durchzusetzen. Die Folge sind hohe Preise einerseits und arbeitslose Akademiker andererseits.
Steuern verlangsamen Wirtschaftstätigkeit. Mehr als zweimal war die Folge einer Steuererhöhung, daß der Staat letztlich weniger Steuern eingenommen hat. Das ist immer dann der Fall, wenn Steuererhöhungen deutliche Irritationen auf dem Markt erzeugen. Und wenn es zur Krise kommt, ist klar, wer als erstes entlassen wird und wessen Einkommen als erstes sinkt: Es trifft die Schwachen. Denn wer stark ist, kann seinen Teil besser verteidigen. Das liegt in der Natur der Begriffe „schwach“ und „stark“. Objektiv gesehen zahlen immer die Schwachen alle Steuern (unabhängig von irgendwelchen Steuerprogressionen).

Inflation, selbst die „kontrollierte“ Inflation der Keynesianer, schafft nach einem kurzen trügerischen Boom eine Rezension, die Arbeitslosigkeit herbeiführt. Konservative Regierungen behaupten, die Inflation „besiegt“ zu haben. Das ist keineswegs der Fall. Die Vergrößerung der Geldmenge ist nach wie vor ein wichtiges Instrument der Politik. Anfang des Jahres 1994 hat die Regierung Kohl zur Vorbereitung ihrer Wiederwahl die Geldmenge um über 20 Prozent gesteigert und damit tatsächlich eine scheinbare wirtschaftliche Gesundung ausgelöst, die sie die Abstimmung gewinnen ließ. Danach schlug die Arbeitslosigkeit um so erbarmungsloser zu. Daß die Preise nicht so sehr steigen, hat nicht mit einem Erfolg im Kampf gegen die Inflation zu tun. Aufgrund des Produktivitätszuwachses hätten die Preise sinken müssen.

Auch Mindest- und Tariflohnbestimmungen führen zu Arbeitslosigkeit. Wenn etwa im Baugewerbe Mindestlöhne festgesetzt werden, soll das nicht etwa wenig verdienenden Bauarbeitern zu mehr Einkommen verhelfen, sondern die am schlechtesten verdienenden Bauarbeiter vom Arbeitsmarkt zugunsten der besser verdienenden Bauarbeiter verdrängen. Die Gewerkschaften vertreten sehr oft die Interessen der gut verdienenden Arbeiter gegen die Interessen der schlecht verdienenden Arbeiter oder der Arbeitslosen.
Subventionen schaffen de facto arbeitslose Einkommen. Unternehmen, die Subventionen bekommen, wirtschaften unterhalb des Grenznutzens, das heißt, daß sie Kapital vergeuden. Subventionierte Unternehmen erhalten oder schaffen keine Arbeitsplätze, sondern sie vernichten Arbeitsplätze. Jeder subventionierte Arbeitsplatz bedeutet, daß an anderer Stelle zwei Arbeitsplätze wegfallen müssen. Ist Biedenkopf so schlecht informiert, daß er dies nicht weiß? Oder war seine Absicht nicht wirklich, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern den VW-Konzern zu sanieren?
Staatliche Ausgaben für Militär, Straßen, Schulen und repräsentative Bauwerke sind weit entfernt davon, die Wirtschaft anzukurbeln, sondern sie verhindern rationale, das heißt bedürfnisgerechte Entscheidungen über den Einsatz von Ressourcen.

160.

Strauß. – Kaum jemand traut sich, diese durchaus bekannten Einzelergebnisse zusammenzufassen und politisch auszuwerten. Denn eine solche Synthese müßte fast unweigerlich zu dem Schluß führen, daß der Staat nicht in mehr oder weniger vielen Teilbereichen versagt, sondern daß er als Sozialstruktur insgesamt eine verfehlte Konstruktion ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Stefan Blankertz, “Die Therapie der Gesellschaft”:</p>
<p>157.</p>
<p>Opfer oder Täter? – Manche Liberale meinen, die „Besserverdienenden“ bräuchten Schutz vor der Ausbeutung durch den Umverteilungsstaat. Es gibt dagegen soziologisch gesehen keinen Zweifel, daß die Mächtigen im Staat darum „mächtig“ heißen, weil sie es vermögen, einen großen Anteil an den finanziellen und politischen Ressourcen des Landes auf sich zu vereinigen. Egal, wie die Mächtigen z.B. den Spitzensteuersatz gestalten, sie werden in der Endabrechnung ihren Schnitt machen. Naiv wäre es, etwas anderes anzunehmen. Wer sollte glauben, daß man dadurch reich und mächtig wird, indem man alles, was man hat, freizügig weggibt?</p>
<p>158.</p>
<p>Cry for me, Argentinia. – Nein, die Opfer des Sozialstaates sind nicht die vielzitierten Besserverdienenden. Geschichtlich gesehen haben die Besserverdienenden den Sozialstaat geschaffen, und heute verteidigen sie ihn, aus einem ganz einfachen Grund: Der Sozialstaat ist ein Instrument der herrschenden Klasse, um sich auf Kosten der weniger einflußreichen Mitmenschen zu bereichern und gleichzeitig das Mäntelchen der Nächstenliebe umzuhängen.</p>
<p>Die Besserverdienenden haben öffentliche Schulen eingerichtet, um die Ausbildung ihrer Kinder von den weniger Bemittelten via Steuern finanzieren zu lassen; haben Zwangsversicherungen eingeführt, um ihre höheren Ansprüche von den Bescheideneren absichern zu lassen; haben Sozialhilfe eingeführt, um ein Heer von Wohlfahrtsbürokraten zu schaffen, die loyale Wähler sind.</p>
<p>Die Besserverdienenden streiten für Subventionen, um sich selbst gegen Marktrisiken abzuschotten; propagieren „Resozialisierung bzw. Psychiatrisierung anstatt Strafe“, um Arbeitsplätze für Psychologen zu schaffen; polemisieren gegen die Privatisierung der Polizei, um nicht für ihre eigenen erhöhten Sicherheitsinteressen aufkommen zu müssen.</p>
<p>Für jede einzelne Maßnahme des Sozialstaates läßt sich angeben, wer in Wahrheit der Nutznießer ist. Die Opfer sind die Enteigneten, die Entmündigten, die Schwachen, die Übervorteilten, die Armen und die Menschen, die mit Zukunftsideen auf eine offene, veränderbare Gesellschaft hoffen.</p>
<p>159.</p>
<p>Empirie des Spätetatismus. – Für alle Interventionen des Staates ist schon gezeigt worden, wie sie objektiv antisozial wirken.<br />
Angebliche Mieterschutzgesetze z.B. schaffen Wohnraumknappheit gerade für die Schwachen. Diese Beobachtung hat Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Sozialisten Ludwig von Mises einen radikalen Liberalen gemacht.<br />
Privilegierung von Berufsgruppen wie Ärzten schützt nicht vor Scharlatanen, sondern hilft, überdurchschnittliche Einkommen gegen die Markttendenz durchzusetzen. Die Folge sind hohe Preise einerseits und arbeitslose Akademiker andererseits.<br />
Steuern verlangsamen Wirtschaftstätigkeit. Mehr als zweimal war die Folge einer Steuererhöhung, daß der Staat letztlich weniger Steuern eingenommen hat. Das ist immer dann der Fall, wenn Steuererhöhungen deutliche Irritationen auf dem Markt erzeugen. Und wenn es zur Krise kommt, ist klar, wer als erstes entlassen wird und wessen Einkommen als erstes sinkt: Es trifft die Schwachen. Denn wer stark ist, kann seinen Teil besser verteidigen. Das liegt in der Natur der Begriffe „schwach“ und „stark“. Objektiv gesehen zahlen immer die Schwachen alle Steuern (unabhängig von irgendwelchen Steuerprogressionen).</p>
<p>Inflation, selbst die „kontrollierte“ Inflation der Keynesianer, schafft nach einem kurzen trügerischen Boom eine Rezension, die Arbeitslosigkeit herbeiführt. Konservative Regierungen behaupten, die Inflation „besiegt“ zu haben. Das ist keineswegs der Fall. Die Vergrößerung der Geldmenge ist nach wie vor ein wichtiges Instrument der Politik. Anfang des Jahres 1994 hat die Regierung Kohl zur Vorbereitung ihrer Wiederwahl die Geldmenge um über 20 Prozent gesteigert und damit tatsächlich eine scheinbare wirtschaftliche Gesundung ausgelöst, die sie die Abstimmung gewinnen ließ. Danach schlug die Arbeitslosigkeit um so erbarmungsloser zu. Daß die Preise nicht so sehr steigen, hat nicht mit einem Erfolg im Kampf gegen die Inflation zu tun. Aufgrund des Produktivitätszuwachses hätten die Preise sinken müssen.</p>
<p>Auch Mindest- und Tariflohnbestimmungen führen zu Arbeitslosigkeit. Wenn etwa im Baugewerbe Mindestlöhne festgesetzt werden, soll das nicht etwa wenig verdienenden Bauarbeitern zu mehr Einkommen verhelfen, sondern die am schlechtesten verdienenden Bauarbeiter vom Arbeitsmarkt zugunsten der besser verdienenden Bauarbeiter verdrängen. Die Gewerkschaften vertreten sehr oft die Interessen der gut verdienenden Arbeiter gegen die Interessen der schlecht verdienenden Arbeiter oder der Arbeitslosen.<br />
Subventionen schaffen de facto arbeitslose Einkommen. Unternehmen, die Subventionen bekommen, wirtschaften unterhalb des Grenznutzens, das heißt, daß sie Kapital vergeuden. Subventionierte Unternehmen erhalten oder schaffen keine Arbeitsplätze, sondern sie vernichten Arbeitsplätze. Jeder subventionierte Arbeitsplatz bedeutet, daß an anderer Stelle zwei Arbeitsplätze wegfallen müssen. Ist Biedenkopf so schlecht informiert, daß er dies nicht weiß? Oder war seine Absicht nicht wirklich, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern den VW-Konzern zu sanieren?<br />
Staatliche Ausgaben für Militär, Straßen, Schulen und repräsentative Bauwerke sind weit entfernt davon, die Wirtschaft anzukurbeln, sondern sie verhindern rationale, das heißt bedürfnisgerechte Entscheidungen über den Einsatz von Ressourcen.</p>
<p>160.</p>
<p>Strauß. – Kaum jemand traut sich, diese durchaus bekannten Einzelergebnisse zusammenzufassen und politisch auszuwerten. Denn eine solche Synthese müßte fast unweigerlich zu dem Schluß führen, daß der Staat nicht in mehr oder weniger vielen Teilbereichen versagt, sondern daß er als Sozialstruktur insgesamt eine verfehlte Konstruktion ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Skeptiker zu Erinnerungen an Genua</title>
		<link>http://sozialliberal.wordpress.com/2007/06/04/erinnerungen-an-genua/#comment-159</link>
		<dc:creator>Skeptiker</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Sep 2007 23:38:30 +0000</pubDate>
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		<description>Natürlich haben die gewlttätigen Proteste den Anliegen der Globalisierungskritiker geschadet. Allerdings muß man auch sagen, daß vielen Globalisierungsgegnern politisches Hintergrundwissen fehlt und sie oftmals nur mitmachen, weil der Protest gegen die Globalisierung "modern" ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich haben die gewlttätigen Proteste den Anliegen der Globalisierungskritiker geschadet. Allerdings muß man auch sagen, daß vielen Globalisierungsgegnern politisches Hintergrundwissen fehlt und sie oftmals nur mitmachen, weil der Protest gegen die Globalisierung &#8220;modern&#8221; ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Oeffinger Freidenker zu Erinnerungen an Genua</title>
		<link>http://sozialliberal.wordpress.com/2007/06/04/erinnerungen-an-genua/#comment-121</link>
		<dc:creator>Oeffinger Freidenker</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 21:27:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialliberal.wordpress.com/2007/06/04/erinnerungen-an-genua/#comment-121</guid>
		<description>Absolut. Die Entwicklung in Deutschland ist ebenso beängstigend wie beunurhigend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Absolut. Die Entwicklung in Deutschland ist ebenso beängstigend wie beunurhigend.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Sundancer zu Erinnerungen an Genua</title>
		<link>http://sozialliberal.wordpress.com/2007/06/04/erinnerungen-an-genua/#comment-108</link>
		<dc:creator>Sundancer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 19:15:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialliberal.wordpress.com/2007/06/04/erinnerungen-an-genua/#comment-108</guid>
		<description>ja stimmt und
wie sich Massenbewegungen entwickeln ist immer unabsehbar. Oft ist eben viel 
Emotionalität und Unübersichtlickeit dabei. Aber das "Primäre" gerät dann leider in den Hintergrund. Bis am Ende jeder für sich behauptet recht gehabt zu haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ja stimmt und<br />
wie sich Massenbewegungen entwickeln ist immer unabsehbar. Oft ist eben viel<br />
Emotionalität und Unübersichtlickeit dabei. Aber das &#8220;Primäre&#8221; gerät dann leider in den Hintergrund. Bis am Ende jeder für sich behauptet recht gehabt zu haben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Advocatus Diaboli zu Entwicklung und die vier Möglichkeiten, die menschliche Zusammenarbeit zu organisieren</title>
		<link>http://sozialliberal.wordpress.com/2007/05/01/entwicklung-und-die-vier-moglichkeiten-die-menschliche-zusammenarbeit-zu-organisieren/#comment-99</link>
		<dc:creator>Advocatus Diaboli</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 May 2007 20:46:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sozialliberal.wordpress.com/2007/05/01/entwicklung-und-die-vier-moglichkeiten-die-menschliche-zusammenarbeit-zu-organisieren/#comment-99</guid>
		<description>Das einen solch wesentlichen Beitrag zum Studium ein Student aus eigenem Antrieb in seiner knappen freien Zeit leisten soll, finde ich dabei allerdings bereits bedenklich.

Ich selber bin dabei, genau dasselbe zu unternehmen wie du. Allerdings ist die Menge an Stoff, die ich Tag für Tag alleine im eigenen Fach vermittelt bekommt, schon kaum schaffbar. Und ich denke, das ist in anderen Fächern nicht anders.

Trotzdem wird immer mehr gestrichen und komprimiert. Ich befürchte, wenn ich wirklich diesen Bildungsschlagseite ausgleichen will, dann komme ich nicht drum herum, so ziemlich alle angeblichen No-Go's mitzunehmen, die angeblich das Ende vom Abendland bdeuten: Längere Studiendauer, Lücken im Lebenslauf, etc.

Warum ich das hier thematisiere? Ich stelle mir zwei Gruppen vor. Die erste zusammengesetzt aus idealtypischen Menschen, die das Label "gebildet" zu Recht tragen.

Die zweite, die, die lediglich das Label "partiell gebildet" trägt. Und beide Gruppen lasse ich Entscheidungen treffen. Auch wenn sie alle auf die von dir angeführten 4 Möglichkeiten der Entscheidungsfindung zurückgreifen werden, so bin ich überzeugt, dass die Kommunikation der ersten Gruppe besser funktioniert und sich dabei zum Wohle aller auswirkt.

Wenn diese Prämisse aber stimmt, und davon bin ich überzeugt, dann lässt  sich die "bessere wirtschaftliche Entwicklung" nicht bzw. nur begrenzt auf politischer Ebene anstoßen, sondern ihr Keim ist die Bildung im tatsächlichen Sinne einer Vielzahl von Menschen.

Kinder, Nachbarn, Manager, Politiker, Feindbilder - alles Menschen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das einen solch wesentlichen Beitrag zum Studium ein Student aus eigenem Antrieb in seiner knappen freien Zeit leisten soll, finde ich dabei allerdings bereits bedenklich.</p>
<p>Ich selber bin dabei, genau dasselbe zu unternehmen wie du. Allerdings ist die Menge an Stoff, die ich Tag für Tag alleine im eigenen Fach vermittelt bekommt, schon kaum schaffbar. Und ich denke, das ist in anderen Fächern nicht anders.</p>
<p>Trotzdem wird immer mehr gestrichen und komprimiert. Ich befürchte, wenn ich wirklich diesen Bildungsschlagseite ausgleichen will, dann komme ich nicht drum herum, so ziemlich alle angeblichen No-Go&#8217;s mitzunehmen, die angeblich das Ende vom Abendland bdeuten: Längere Studiendauer, Lücken im Lebenslauf, etc.</p>
<p>Warum ich das hier thematisiere? Ich stelle mir zwei Gruppen vor. Die erste zusammengesetzt aus idealtypischen Menschen, die das Label &#8220;gebildet&#8221; zu Recht tragen.</p>
<p>Die zweite, die, die lediglich das Label &#8220;partiell gebildet&#8221; trägt. Und beide Gruppen lasse ich Entscheidungen treffen. Auch wenn sie alle auf die von dir angeführten 4 Möglichkeiten der Entscheidungsfindung zurückgreifen werden, so bin ich überzeugt, dass die Kommunikation der ersten Gruppe besser funktioniert und sich dabei zum Wohle aller auswirkt.</p>
<p>Wenn diese Prämisse aber stimmt, und davon bin ich überzeugt, dann lässt  sich die &#8220;bessere wirtschaftliche Entwicklung&#8221; nicht bzw. nur begrenzt auf politischer Ebene anstoßen, sondern ihr Keim ist die Bildung im tatsächlichen Sinne einer Vielzahl von Menschen.</p>
<p>Kinder, Nachbarn, Manager, Politiker, Feindbilder - alles Menschen.</p>
]]></content:encoded>
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